eBike

“Dunkle Wölkchen” an meinem Qualitätsbild von Riese und Müller

Vorwort:

Ich betone, dass ich weiterhin ein Fan von Reise und Müller bin. Es geht mir nur darum, dass es auch so bleibt. Leider bin ich ja anscheinend kein Einzelfall.

 
 
​Die anfänglich extrem hohe Meinung von der Riese und Müller Qualität bröckelt etwas:

Das New Charger Nuvinci ist nicht wie angegeben schwarz matt, sondern dunkelblau glänzend am Kontrastbereich. Gerade wenn man zwei gleiche Räder bestellt ist das ärgerlich.

Das New Charger GH Nuvinci ist zwar matt, aber die Farbe ist derart weich und empfindlich, dass sie für den Alltagsgebrauch nicht taugt. Einmal an gaaaanz vorsichtig Laterne angelehnt und minimal bewegt – schon sind Schrammen im Lack.
Ja auf Facebook habe ich den Shitstorm der Trolle schon entgegen genommen, aber ganz minimale Beanspruchung sollte ein Lack schon aushalten. Das ist bei all meinen Rädern so und die sind teilweise 15 Jahre alt und sehen nach vielen tausend Kilometern noch wie neu aus.

Jeder Steinschlag führt zu einem Schaden bis auf das Metall. Leider berichten davon auf FB schon mehrere Betroffene, deren Rahmen neu lackiert wurde.

Nach ca. 400Km mit Ortliebtaschen sind an beiden Gepäckträgern massive Abnutzungsspuren, an einer Stelle sogar bis aufs Metall. Auch das Problem haben wohl alle User dieses Gepäckträgermodells.
Auch hier ist mir klar, dass alle Gepäckträger in Mattlack irgendwann so aussehen, aber nicht nach 300km mit Taschen.

Auch weit verbreitet ist das Akkudeckelproblem. Beim Rad meiner Frau ging der Deckel von Anfang an schwer zu. Im Urlaub hatte ich dann den Deckel in der Hand. Eine Seite war die sehr dünne Halterung gerissen.
Da es laut FB und Händler wohl inzwischen ein Massenartikel ist, frage ich mich warum RM nicht gegensteuert und ein verstärktes Modell auf den Markt bringt.
Update: Laut einigen FB Usern soll es inzwischen eine neue Version geben, ich bin gespannt.

Das Knarzen beim Treten soll auch bei vielen RM auftreten und soll durch die Demontage und Fettung der Motorhalterung gefixt werden. Leider wieder mit einem Händlerbesuch.

Fazit:
Versteht mich nicht falsch, ich bin immer noch überzeugt von RM, und ich habe auch Verständnis für den Ansturm, aber die Qualitätskontrolle darf so nicht gehandhabt werden.
Man sollte nicht in der ersten Saison mit 3 zusätzlichen Besuchen beim Händler rechnen müssen. Jedesmal mit Ausfall und Zeitaufwand.
Ich bin sehr auf die Reaktion von RM gespannt.
Bei Neuigkeiten gebe ich hier ein Update. Wenn DU auch solche Erfahrungen gemacht hast freue ich mich über eine Nachricht.
Update: Ich habe die Nachricht, dass morgen schon mal das erste Rad zum Lackieren geht, welches weiß ich noch nicht.

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“Dunkle Wölkchen” an meinem Qualitätsbild von Riese und Müller2019-07-07T11:59:53+01:00

und doch ein (kleiner) Pferdefuß beim Fahrrad-Leasing

Zugegeben war ich zuerst sehr skeptisch gegenüber dem Leasing eines Fahrrads eingestellt. Das liegt sicher an einer früheren schlechten Erfahrung bei der Rückgabe eines Leasing-Autos. Doch die doch sehr umfangreichen Informationen auf der Leasinggeber-Seite haben mich überzeugt. Ist doch alles inkludiert und abgesichert. Auch war ich froh, dass der Arbeitgeber sich für die Eurorad entschieden hat, weil sie die fairsten Bedingungen hat.

Entsprechend wunderten einige Kommentare in den Facebook Gruppen wenig, wenn es um den Diebstahlschutz ging. Da wurde ich belächelt, weil ich die Panzerbügel an der Garagenwand befestigte. Es würde doch ein neues geben – das Rad sei doch versichert.

Ich bin aber nunmal so eingestellt, dass ich es den Dieben so schwer wie möglich mache. Einerseits um die Gemeinschaft, also die Versicherung nicht leichtfertig zu belasten, aber auch weil ich 4 Monate Wartezeit auf unsere Räder nicht wiederholen möchte. Dann wäre die Saison vorbei. Auch stecken mir die 3 Fahrraddiebstähle in der Jugend noch gut im Unterbewusstsein fest.

Jetzt kommt das große “aber”:

Die Versicherung schützt das Rad bei Diebstahl , Raub etc. Die Versicherung zahlt an die Leasing-Gesellschaft den Betrag und damit endet der Leasingvertrag abrupt.

Alle rechnen ja damit, dass sie für 15% das Rad am Ende der Laufzeit erhalten. Da der Leasingvertrag aber bei der Zahlung von der Versicherung an die Leasinggesellschaft endet, gibt es nichts mehr zu übernehmen. Es kann zwar ein neuer Vertrag aufgesetzt werden, aber die Übernahme ist auch hier erst wieder am Ende der Laufzeit des neuen Leasingvertrags nach jetzt startenden 3 Jahren möglich. Wenn das Fahrrad nicht wieder geklaut wird.

Desto weiter am Ende der Laufzeit der Diebstahl also erfolgt, desto ärgerlicher ist das ganze für den Leasingnehmer.

Also ist man so gesehen ohne ein versicherbares Fahrrad unterwegs. Aber zumindest muss man nicht mehr für ein geklautes Fahrrad weiter Leasinggebühren zahlen.


Fazit: Ich würde mich aus heutiger Sicht eher für eine Finanzierung  entscheiden und eine Premiumversicherung selbst abschließen, weil ich dann bei Diebstahl wieder ein Fahrrad bekomme. In meinen Augen muss Eurorad hier dringend ein Zusatzprodukt anbieten oder das bestehende Konstrukt anpassen.

und doch ein (kleiner) Pferdefuß beim Fahrrad-Leasing2018-10-11T19:34:57+01:00

Die Entscheidung für ein eBike

Zunächst hatte ich wie so viele Vorurteile über eBikes. Als ich dann mal auf Texel für 2 Stunden eins gefahren hatte war der Grundstein gelegt.

Wenn man sich mehr mit dem Thema beschäftigt stellt man fest, dass sich alle Vorurteile in Luft auflösen.

Klar geht es ohne. Beim Saisonstart habe ich mit mit einer hügeligen 60Km Tour gleich mal übernommen – man will sich ja beweisen, dass es noch mit den Distanzen wie vor 25 Jahren klappt.
Aber gesund war das sicher nicht. Ich spreche noch nicht mal vom aeroben Bereich sondern von echter Überlastung.

Je nachdem welche Studie man ließt heißt es da, dass man zwischen 4 bis 10 mal mehr Fahrrad fährt als vorher und 3mal so weit. Klingt schon mal gut. Die Hemmschwelle Fahrten mit dem Fahrrad zu absolvieren sinkt dramatisch durch das “e”.

Die Reichweite gibt einem ein Gefühle von Freiheit. Ich kann ohne mir groß Gedanke über die Machbarkeit einer Route einfach drauf los fahren, auch mal Wege spontan ausprobieren. Für meine Herzgesundheit ist der Bereich im ECO Modus genau das Richtige.

Bekannte, die seit einigen Jahren eBike fahren, haben es von 0 auf 6000km im Jahr gebracht und als positiven Nebeneffekt ihren Bauch verloren.

Auch für kurze anstrengende Strecken wo man nicht verschwitzt ankommen will ist es perfekt geeignet. Ich möchte einfach meinen ökologischen Fußabdruck verkleinern und mehr regionale Produkte direkt beim Erzeuger kaufen, ohne dafür jedesmal 15km je Bauer mit dem Auto zu fahren. Auch der Einsatz an sehr heißen Tagen sinkt die Hemmschwelle Wege mit dem Fahrrad zu bestreiten.

Anhänger für Hund und Kind verlieren den Schrecken, zwar sinkt die Reichweite, aber derjenige der zieht ist den anderen nicht mehr so stark im Nachteil. Ich hatte mal versucht unseren 12kg Hund in einem 7kg Anhänger zu ziehen. Untrainiert bin ich am ersten Anstieg schon hängen geblieben.

Unabhängig von aller Vernunft macht es großen Spaß bedingt durch die Reichweite so viel an einem Tag zu sehen.

Die Entscheidung für ein eBike2018-06-20T14:06:37+01:00