Jetzt spielt natürlich viel Marketing eine Rolle, aber ich lasse mich gerne verführen. Als Mann und Techniknerd kann ich natürlich ein gewisses “Haben-Wollen-Gen” nicht von mir weisen, aber die beiden sehr sympathischen Gründer und das Konzept der Räder hat mich schlicht schon überzeugt.

Womit ich aber nie gerechnet hätte ist, dass ich bei Probefahrten von mehreren Herstellern solch einen Unterschied direkt festmachen kann. Ich hatte bisher den Fehler gemacht nur nach Katalog und Mathematik zu kaufen. Aber der Aha-Effekt bei der Probefahrt eine R&M New Charger GH nuvinci war schon enorm. Da klappert nix – es fährt wie auf schienen. Die sehr breiten Super-Moto X von Schwalbe im Zusammenspiel mit der Parallelogramm-Sattelstütze, der luftgefederten Gabel und dem ultrastabilen Rahmen ergeben einfach ein unglaubliches Fahrgefühl.

Über das Design kann man streiten – Marina findet es übrigens “hässlich” – aber ich finde es klar und technisch sauber. Die Liebe zum Detail ist von A bis Z durchdacht. Oben direkt am Vorbau sind zwei kleine etwas erweiterte Schraubenköpfe, die das seit sehr langem bestehende Fabric-Flaschensystem erst so richtig sinnvoll werden lassen. Der Halter ist quasi in der Flasche. Bei meinem “Bio-Bike” (so nennen eBiker die normalen Fahrradfahrer) macht es wegen der sehr tiefen Position keinen Sinn, weil man fast absteigen müss, um die Flasche wieder zu arretieren.

Der Supernova-Scheinwerfer verdient seinen Namen – man sieht auch mal was und wird nicht nur gesehen. Perfekt, da ja auch vom Akkustrom befeuert wird.

Als Parallelogramm-Sattelstütze hatte ich bisher eine Suntour mit der ich wirklich zufrieden war. Das fehlende starke Nachwippen deute ich bis jetzt noch als weniger gute Dämpfung, aber der Hinweis meines Händlers “es täuscht” lässt mich die Sache noch beobachten. Aber ein ist klar – seit ich diese Art Sattelstütze nutze, habe ich keine radbedingten Rückenschmerzen mehr.

Der Einsatz des Bosch CX-Motors – die stärkste Version von Bosch – ist über jeden Zweifel erhaben – der Schub und die Kraft ist enorm.

Das Intuvia-Display (die inkludierte Variante des Computers) habe ich gewählt, da ich es nur als Backup nutze und mein Smartphone als Steuerzentrale über COBI nutzen möchte. Dazu später in einem gesonderten Beitrag.

Leider sind die Fotos auf der Riese und Müller Seite in Sachen Farbdarstellung mehr als irreführend. Auch die Bezeichnung “Matt” Schwarz trifft nur auf die Hälfte des Bikes zu. Das Oberrohr zum Beispiel ist glänzend, was bei der Breite schnell zu Mikrokratzern führt.

Natürlich hat auch die Möglichkeit des Jobrads über Eurorad die Entscheidung erleichtert. Zumal es bei 2 eBikes die nötig sind mit fast 10k nicht gerade preiswert wurde